Hirnfunktionsstörungen


Hirnfunktionsstörungen
sind geistige (kognitive) und seelische (emotional-affektive, aber auch motivationale) Störungen, Schädigungen und Behinderungen nach erworbenen Hirnschädigungen oder Hirnerkrankungen, sie sind insofern Folgen von organischen Schädigungen und/oder Erkrankungen des Gehirns.

Erworbenen Hirnschädigungen oder Hirnerkrankungen bedürfen deshalb primär immer einer medizinischen Diagnostik und Therapie, also der körperlichen Diagnostik und Behandlung von stationär oder ambulant tätigen Ärzten (in der Regel Neurologen).

 

Hirnfunktionsstörungen können so u.a. vorliegen:

  • als Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma,
  • als Zustand nach Schlaganfall,
  • beim Demenzsyndrom,
  • bei Multipler Sklerose,
  • bei Epilepsie.

 

Hirnfunktionsstörungen können folgende Teilleistungsbereiche betreffen: Kognitive Bereiche:

  • Denken, Lernen und Gedächtnis
  • Visuelle und räumliche Wahrnehmung
  • Visuomotorische Koordination
  • Gesichtsfeld
  • Aufmerksamkeit, Konzentration, Reaktion
  • Alertness/Vigilanz
  • Exekutive Funktionen (Planen und Handeln)

 

Emotional-affektive, motivationale Bereiche:

Es handelt es sich im Grunde genommen um „Wesensveränderungen“ der Patient durch die erworbene Hirnschädigung oder Hirnerkrankung

  • Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen
  • Emotional labile (asthenische) Störungen u.a.

 

1. DIAGNOSTIK

Es handelt sich um eine komplexe Diagnostik, welche die individuellen Faktoren:

  • der Entwicklung der Patienten,
  • der habituellen und psychischen Besonderheiten (Anpassungsfähigkeit, Motivation usw.)
  • des sozialen Umfeldes (Beziehungen in Familie, Freunde usw.)
  • der sozialen und beruflichen (oder schulischen) Anforderungen

einbezieht.

Des Weiteren werden vorwiegend quantitativ-psychometrische Testverfahren angewendet, welche als Fragebogentests, Leistungsproben oder computergestützte Verfahren möglich sind.

 

   Screeningverfahren zur Diagnostik von kognitiven Störungen mit:

rehacom

   Verfahren zur (Früh)- Diagnostik von kognitiven Hirnleistungsdefiziten bei dementiellen Erkrankungen:

NEUROPSYCHOLOGISCHE TESTBATTERIE CERAD-Plus

 

2. THERAPIE/TRAINING

Da es sich vorwiegend um organische-bedingte Veränderungen des Gehirns handelt, wird eine stützende und begleitende Psychotherapie sich primär auf die Verarbeitung der Hirnfunktionsstörungen unter Einbeziehung von Bezugspersonen richten, insofern auf individuelle Anpassungs- und Verarbeitungsprozesse.

Zudem ist ein Hirnleistungstraining sinnvoll, in dem die kognitiven Beeinträchtigungen gemindert oder verbessert werden können.

Sie können das modulare, computergestützte Therapieangebot „Kognitive Therapie und Hirnleistungstraining“

rehacom

der Ergotherapie-Praxis in unserem Haus nutzen, aber auch in jeder anderen Ergotherapie-Praxis, welche dieses oder analoge Verfahren anwenden kann.

 

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