Behandlung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen (nach ICD 10)


In eine Praxis, die konzeptionell auf eine psychotherapeutischeGrundversorgung orientiert ist, kommen Kinder und Jugendliche und ihren Eltern mit einem „breiten“ Bedarf.

a.
In der Regel handelt es sich um Verhaltensstörungen und Störungen im emotionalen und/oder psychosozialen Bereich sowie psychosomatische Störungen. Bei sogenannten externalisierenden Störungen können dies sozial unangemessene, zum Beispiel aggressive oder (selbst-) destruktive Verhaltensweisen sein. Diese Verhaltensweisen sind „offenkundig“, beobachtbar und werden als störend erlebt. Zu den sogenannten internalisierenden Störungen gehören zum Beispiel depressive, ängstliche und zwanghafte Verhaltensweisen, auch psychosomatische Reaktionen, Bettnässen und Einkoten. Da diese meist das Kind oder den Jugendlichen selbst betreffen, werden diese von außen weniger störend erlebt, sind jedoch ebenso entwicklungsproblematisch.

Die „Störungen“ welche nach ICD klassifiziert werden, werden im entwicklungspsychologischen Verständnis als Anpassungsleistung des Kindes/des Jugendlichen an die konkreten Entwicklungsbedingungen bzw. Entwicklungsaufgaben oder kritische Ereignisse verstanden. Für die Störungsqualitäten wird der tiefenpsychologische Ansatz im Verständnis von Bindung, Beziehung und System orientiert, das heißt das Kind/der Jugendliche wird als dynamischer Teil der Familie und deren Beziehungs- bzw. Kommunikationsbesonderheiten verstanden, dies insbesondere bei der Behandlung komplexerer bio-psycho-sozialer Störungen, zum Beispiel Essstörungen, Identitätsstörungen, Impulsstörungen.

b.
Weiterhin werden in meiner Praxis Entwicklungsstörungen zuvorderst diagnostiziert bzw. gegebenenfalls auch in ihrer Auswirkung u.a. auf den Selbstwert und die kommunikativen Konsequenzen (Anerkennung durch Gleichaltrige, Mobbing, Schulangst) behandelt. Entwicklungsstörungen sind Störungen in kognitiven Funktionsbereichen (zum Beispiel Intelligenzminderung, Wahrnehmungsdifferenzierung) bzw. in Fertigkeiten, welche den schulischen Bereich betreffen (zum Beispiel Lesen, Schreiben, mathematische Fähigkeiten).

c.
Bei den „Tief greifenden Entwicklungsstörungen“ sind wohl die als Autismus bezeichneten Entwicklungsstörungen am ehesten bekannt. Aus der fachlichen Perspektive werden diese als Autismus-Spektrum-Störung verstanden. Es gibt aus dieser Perspektive insofern nicht „den Autisten“, zum Beispiel nach Kanner und Asperger an sich, von denen Laien meinen sie zu kennen (dies betrifft insbesondere Pädagogen), sondern ein Kontinuum autistischer Besonderheiten in den drei Kernbereichen: Interaktion, Kommunikation, repetitiv-stereotype Verhaltensweisen. Bei der Autismus-Spektrum-Störung liegen neuroatypische Domänenstörungen in der Regel in der emotional-sozialen Kognition, den exekutiven Funktionen, sowie der komplexen Aufmerksamkeit vor. 60-70% der Störungen im Autistischem-Spektrum sind komorbid auch durch ADHS/ADS auffällig. Störungen im Autistischen-Spektrum sind insofern nicht Ausdruck von Fehlerziehung und Versagen der Eltern. Die Autismus-Spektrum-Störung gilt als „nicht heilbar“, insofern übernehmen die Krankenkassen nicht die Behandlung. Jedoch können soziale Ängste, Depressionen u.ä., die in Verbindung mit der Autismus-Spektrum-Störung auftreten, die psychotherapeutisch, auch unter Einbeziehung der Eltern, behandelt werden können. Das primär anwendbare Soziale Kompetenztraining für die Autismus-Spektrum-Störung (SOKO) wird im Zentrum für Diagnostik und Therapie von Autismus-Spektrum-Störung der MOVE gGmbH in unserem Haus durchgeführt.

 

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